Kontroverse um eine Doktorarbeit. Betrachtungen von Kommunikationswissenschaft, Wissenschaftethik und Moraltheologie

Christian Klenk

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Abstract

Ehe das Erdbeben in Japan die Weltöffentlichkeit aufrüttelte und die Folgen von Fukushima die energiepolitischen Debatten in Deutschland beherrschten, hat ein anderes politisches Beben hierzulande die Medienagenda dominiert: die Affäre um die Dissertation von Karl-Theodor zu Guttenberg. Dem CSU-Politiker war, zunächst in der Rezension der Fachzeitschrift „Kritische Justiz“ (1/2011), vorgeworfen worden, bei seiner rechtswissenschaftlichen Doktorarbeit Zitate nicht ausreichend belegt zu haben. Nach der Berichterstattung der „Süddeutschen Zeitung“ (16.2.2011) über den Plagiatsverdacht griffen rasch anderen Medien das Thema auf. Die Zahl vermutlich plagierter Passagen wuchs in den folgenden Tagen genauso wie der politische Druck auf den Verteidigungsminister. Am 23. Februar 2011 räumte er im Bundestag ein, eine „sehr fehlerhafte Doktorarbeit geschrieben“ zu haben. Am gleichen Tag gab die Universität Bayreuth bekannt, sie werde den Doktortitel aberkennen. Am 1. März 2011 trat Guttenberg von seinem Amt als Verteidigungsminister zurück. (...)

Schlagworte


Medien; Presse; Journalismus; Guttenberg; Karl-Theodor zu Guttenberg; Politik; Doktorarbeit; Dissertation; Plagiat; Affäre; Plagiatsaffäre

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