„Ein Pflichtblatt, das Vergnügen macht“. Die Beilage „Christ und Welt“ in der „Zeit“ ist gut gemacht, aber leider kaum verbreitet

Christian Klenk

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Abstract

Ihre Ausgabe im Vorfeld des Evangelischen Kirchentages in Dresden illustrierte die Wochenzeitung „Die Zeit“ am 26. Mai 2011 mit einem apokalyptisch anmutendem Titelbild. Eine Kirche aus roten Ziegelsteinen und mit grünem Kupferdach, der Lübecker Marienkirche sehr ähnlich, schwimmt (oder versinkt?) in bedrohlich stürmischer See. Darüber prangt die Zeile: „Ist die Kirche noch zu retten?“ Es ist dies zugleich der Titel eines soeben erschienen Buches von Hans Küng. Der Theologe selbst kommt im Innenteil der Ausgabe in einem ganzseitigen Interview zu Wort und sagt – passend zum Titelbild: „Wer sich vor Reformen fürchtet, hat im Grunde zu wenig Gottvertrauen. Wer Gottvertrauen hat, kann sich auch auf die hohe See hinauswagen. Er weiß, dass ihn die Stürme nicht vernichten.

Dass „der treueste Dissident der katholischen Kirche“, so die „Zeit“ in einer Bildunterschrift, in der liberalen Wochenzeitung ausführlich zu Wort kommt, ist wenig verwunderlich. Erstaunlicher ist, wie üppig das im März 2010 eingeführte „Zeit“-Ressort „Glauben und Zweifeln“ – üblicherweise auf eine Seite beschränkt – in dieser Ausgabe ausfällt. Auf drei Seiten wird die Zukunftsfähigkeit der christlichen Kirchen erörtert. (...)

Schlagworte


Medien; Kirche; Glaube; Religion; Hans Küng; Christ und Welt; Die Zeit

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