Erinnerungen an Otto B. Roegele

Michael Schmolke

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Abstract

Am 6. September 2005 ist, 85 Jahre alt, Otto B. Roegele gestorben. Er war, das darf man getrost sagen, der wichtigste katholische Journalist Deutschlands seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs, wobei er jener Klasse von tagesaktuellen Autoren angehörte, die man Publizisten nennt: Journalisten, die so durchdacht für den Tag (in seinem Fall für die Woche) schreiben, dass ihre Texte für die Zeit gültig bleiben. Roegele war Publizist noch in einem zweiten Sinne, nämlich von 1963 bis 1985 Pu- blizistik-Professor der Universität München. Der Respekt gebietet, daran zu erinnern, dass er sich nie so nannte, seinerseits aus Respekt vor der am Münchener Institut lange gepflegten Sinndeutung, unter dem Titel Zeitungswissenschaft firmieren zu wollen. Roegele bewältigte den Sprung von der Zeitungs- zur Kommunikationswissenschaft ohne Aufhebens, was sich u.a. in der Personalpolitik des Münchener Instituts dokumentierte. Seine Assistenten waren teils Observanten der alten zeitungswissenschaftlichen Lehre, teils Kommunikationswissenschaftler ab ovo, und er kam mit den einen wie den anderen gut aus, mehr noch: Er schuf ihnen ein leistungsförderndes Umfeld, das jene Nachwuchswissenschaftler der sechziger Jahre bald erfolgreiche eigene Wege gehen ließ. (...)

Schlagworte


Medien; Kommunikation; Nachruf; Personalie; Publizistik; katholisch; Otto B. Roegele

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